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12.
Die alte wismarsche Kirche.

V on der alten wismarschen Kirche, welche im Osten der jetzigen Stadt, in dem ehemaligen Dorfe Wismar, lag, und welche Reimarus Kock, aus Wismar gebürtig, noch als eine Kapelle gekannt hat (Lüb. Chronik Grautoff I., S. 462), findet sich nur geringe Nachricht. Der Herr Rector Masch in Schönberg, den ich über dieselbe zu Rathe zog, versicherte mir, daß außer den Stellen bei Schrödcr P. M. I. 475, und S. 774, besonders aber S. 2868 (val. Lüb. Chron. a. a. O.), welche letzten beiden Nachrichten Masch nur vereinbar hält,

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nichts bekannt sei; daß die Kirche vor dem Thore und vor dem alt=wismarschen Thore lag. scheint dadurch ausgemacht. In einem Testamente, welches zu dem Jahre 1285 im Stadtbuche eingeheftet ist, heißt es: Ego Alkerus cogitans de futuris do sancto Nicholao ad structuram 2 M., minoribus fratribus 2 M., dominae nostrae 3 M., sancto Georgio 2 M., hospitali 1 M., ecclesiae in antiqua Wismaria 2 M. Noch wichtiger aber ist die Nachricht, welche ich als Note in einem alten Copialbuche der St. Nicolai=Kirche fand: Ao. dni. MCCCCLXXXI. martini ep. don wart ghewiget de olde wismersche Kerchoff van bischop Nicolaus Pentze bischop to Zwerin un des andern jares wart ghekoren bischop Conradus Loste in sine stede un makede dat stichte quit un vrig un losede alle de haue un breue wedder, de dar sine vorvare utesettet hadde; na bischop Loste wart ghekoren herr Johann Tun MCCCCC quarto, feria II ante Gregorii. Vgl. Schröder P. M. über die Bischöfe zu J. 1482 n. 1504. Es erhellt daraus, daß diese Kirche zum Sprengel des Bisthums Schwerin gehörte, und die aqua Wisimara, das Mühlenwasser bei Wismar, die Grenze der Bisthümer Ratzeburg und Schwerin war. Schröder P. M., S. 430; Masch Geschichte des Bisthums Ratzeburg S. 49.

Wismar.

Dr. C. C. H. Burmeister.